Was ist der BMI und wie berechnet man ihn
Der BMI misst das Gewicht im Verhältnis zur Körpergröße. Erfahren Sie die Formel, die WHO-Kategorien, die Geschichte des Quetelet-Index und die Grenzen dieses Instruments.
Der Body-Mass-Index (BMI) ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Screening-Instrument in der öffentlichen Gesundheit. Er wurde vom belgischen Mathematiker Adolphe Quetelet im 19. Jahrhundert entwickelt und in den 1970er Jahren von Ancel Keys unter dem Begriff "Body Mass Index" popularisiert.[1] Die WHO führte die aktuellen Kategorien 1995 ein.
Die Formel
- BMI = Gewicht (kg) / Körpergröße² (m)
- Beispiel: 75 kg bei 1,75 m → BMI = 75 / (1,75²) = 24,5
WHO-Kategorien
| BMI | Kategorie | Metabolisches Risiko |
|---|---|---|
| < 18,5 | Untergewicht | Erhöht |
| 18,5 – 24,9 | Normalgewicht | Niedrig |
| 25,0 – 29,9 | Übergewicht | Moderat |
| 30,0 – 34,9 | Adipositas Grad I | Hoch |
| ≥ 35,0 | Adipositas Grad II–III | Sehr hoch |
Nutzen im öffentlichen Gesundheitswesen
Der BMI ist universell, kostengünstig und in großen epidemiologischen Studien mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und bestimmten Krebsarten korreliert.[2] Er ermöglicht die internationale Beobachtung von Adipositas-Trends.
Grenzen des BMI
Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse. Athleten können trotz niedrigem Körperfettanteil als übergewichtig eingestuft werden. Sitzende Personen mit normalem BMI können einen hohen Körperfettanteil haben — als Skinny Fat bekannt.[3] Für asiatische Bevölkerungsgruppen beginnt das metabolische Risiko bereits bei BMI 23.
Um Ihren BMI zu berechnen und Ihre WHO-Gesundheitskategorie sofort zu sehen, nutzen Sie unseren kostenlosen BMI-Rechner.
Quellenangaben
- Keys A et al. "Indices of relative weight and obesity." J Chronic Dis. 1972;25(6):329-343.
- World Health Organization. Obesity: preventing and managing the global epidemic. WHO Technical Report Series 894. 2000.
- Romero-Corral A et al. "Accuracy of body mass index in diagnosing obesity in the adult general population." Int J Obes (Lond). 2008;32(6):959-966.
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